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Lautlos unterwegs

Von Wolfgang Papenberg und Michael Skirl

Mit dem Elektroauto vom Ruhrgebiet nach Südfrankreich und zurück in nur einer Woche – wer sich auf eine solche Reise begibt, der betritt eine andere Welt, in der erst mal nur die Reichweite zählt. Denn das rein elektrische Reisemobil muss spätestens nach etwa 150 bis 170 km, also nach ca. 2 Stunden, geladen werden, was zwischen 50 Minuten bei Schnellladung und 15 Stunden an der Haushaltssteckdose dauern kann, wenn es denn funktioniert! Ladehalte gibt's also häufig, und sie können Zeit kosten; ihre Planung – einschließlich alternativer Möglichkeiten - ist daher immens wichtig.

Gerade diese andersartige Struktur der Reise hat die Autoren an die "Geschichten aus 1001 Nacht" erinnert, in denen Kummer und Fährnisse schließlich durch Fantasie und Sanftmut besiegt werden. Vielleicht anmaßend, aber doch nicht ohne Grund, hat sich dies gelegentlich in der äußern Form des Reiseberichts niedergeschlagen.

Die Ladestopps als lästige Unterbrechung oder willkommene Pause, als ärgerlichen Zeitverlust oder heilsame Entschleunigung anzusehen, ist eine Frage der inneren Einstellung, die immer wieder neu errungen werden muss – genau wie Gelassenheit beim Blick auf die Reichweitenanzeige.

So war nicht allein der Weg das Ziel, sondern die Reise mit all ihren oft unerwarteten und manchmal unliebsamen Erfahrungen, voller Chancen, am Wegesrand Neues zu erleben – wenn man sich die Zeit nimmt, das Land, seine Landschaften und vor allem seine Menschen zu schätzen und ihre jeweilige Lebensart zu genießen.

Das sagen die Leser:

Wie verrückt kann man sein? Reichweiten von etwas über 100 Kilometer, das Ziel bei 1.100 Kilometern, stundenlange Ladepausen, Ladesäulen, die man über Apps, Telefon (oder auch gar nicht) freischaltet: In 20 Jahren werden wir uns fragen, wie so etwas möglich war! Und schon heute frage ich mich: Wer macht so etwas? Nun: 2 ältere Herren, ein bisschen altersweise, mit genug Zeit und der Bereitschaft, Zwangspausen in Zeitgewinn und Gelegenheit zu kulinarischen Exzessen umzudeuten und an unerwarteten Orten interessante Beobachtungen zu machen ( Was machen so viele Leute in 60 Minuten auf dieser winzigen Toilette des Mini-Fast-Food-Restaurants neben der Ladesäule? ). Man braucht wohl mehr als eine kleine Meise, um das alles auf sich zu nehmen. Oder man ist gelassen und interessiert genug, um so eine Reise als Abenteuer aufzufassen und hinterher charmant darüber zu plaudern. Ich freue mich schon darauf, das in 10 oder 20 Jahren wieder zu lesen und mich über die unmöglichen Zustände von damals zu amüsieren! (Hajo Birkenbach, Unna)

Ein anschaulicher slow-motion-Reisebericht über langsames und leises Reisen mit dem Elektroauto. Gewürzt mit amüsanten Anekdoten aus der Gegenwart, exakten Angaben zu Ladestatus und Reichweitenangst sowie poetischen Querverweisen aus „1001 Nacht“ begleitet man die beiden Fahrer bei ihrer Fortbewegungsform aus der Zukunft – unterhaltsame und vergnügliche Nachmittagslektüre nicht nur für Fans von Elektroautos. (Ruth Kubik, Österreich)

Eine Meisterleistung! Das 1. Buch, das ich – nach langer Zeit überhaupt mal wieder – in einem Zuge gelesen habe. Und eine Reise in die Vergangenheit: habe mit meiner Schwester und mehr noch mit meinem Vater – allerdings völlig ungeplante Fahrten durch Frankreich gemacht... mit Unterkunfts”nöten” und einmal mit einem Auto, das am Berg geparkt werden musste, weil es nicht mehr anspringen wollte... All das fiel mir beim Lesen wieder ein. Gleichzeitig ist es eine sehr gute „Einführung“ in die Reiseart mit dem E-Auto! (Christa Hunsdieck, Sprockhövel)

Das kleine Büchlein „Lautlos unterwegs“ habe ich vergangene Woche geschenkt bekommen. Es ist eine sehr unaufdringliche und nett geschriebene Hommage für Elektroautos mit all den Einschränkungen, die man heute noch in Kauf nehmen muss. Als Werbegeschenk für Firmen, die sich für die Elektromobilität einsetzen, möglicherweise eine hübsche Alternative. (Prof. Dr. Matthias Klingner, Institutsleiter Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme IVI)

Weitere Informationen zum Buch gibt es hier.

Gebunden mit Schutzumschlag, 120 Seiten, mit QR-Codes
ISBN 978-3-945710-03-6
16,00 €

© Drei-Punkte-Verlag 2018